Herren – Zurück in Unterfrankens höchste Liga: Der MHV startet in die BOL-Saison 2026/27

Von | 16. September 2026

Zurück in Unterfrankens höchste Liga: Der MHV startet in die BOL-Saison 2026/27

Nach nur einem Jahr Abstinenz heißt es für die erste Herrenmannschaft des MHV Schweinfurt wieder: Bezirksoberliga! Mit dem Rückenwind der vergangenen Aufstiegssaison und einem breiten, qualitativ starken Kader kehren die Schweinfurter in Unterfrankens höchste Spielklasse zurück.

Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß – und mit ihr auch die Erwartungshaltung. Nominal verfügt der MHV über einen der am stärksten und ausgeglichensten besetzten Kader der vergangenen Jahre. Auf allen Positionen stehen mindestens zwei Spieler zur Verfügung. Damit besitzt das Trainerteam deutlich mehr Möglichkeiten, die Belastung zu verteilen und auf unterschiedliche Spielsituationen zu reagieren.

Zwei Abgänge und mehrere vielversprechende Verstärkungen

Nicht mehr zum Aufstiegskader gehören Cornelius Bitsch und Moritz Moder. Cornelius Bitsch möchte aus familiären und beruflichen Gründen etwas kürzertreten und wird künftig gemeinsam mit seinem Bruder in Bergrheinfeld auflaufen. Moritz Moder, der bereits in der vergangenen Saison nur sporadisch zur Verfügung stand, hängt seine Handballschuhe vorerst an den Nagel.

Gleichzeitig kann der MHV mehrere vielversprechende Neuzugänge begrüßen. Mit Tristan Piel kommt ein junger Linkshänder nach Schweinfurt, der die Mannschaft per Zweitspielrecht unterstützen und zusätzliche Qualität in den Rückraum bringen soll.

Auch Armand Rueff wird weiter an die erste Herrenmannschaft herangeführt. Der Jugendspieler trainierte bereits in der vergangenen Saison einmal wöchentlich mit dem Team und soll nun noch stärker integriert werden. Parallel dazu spielt er weiterhin für die A-Jugend in Höchberg.

Mit Phil Hellberg stößt ein weiterer neuer Spieler zur Mannschaft. Zwar konnte er bislang noch nicht regelmäßig am Training teilnehmen, doch mit seiner Athletik bringt er beste Voraussetzungen mit, sich schnell in das Team einzufügen.

Wie ein weiterer Neuzugang fühlt sich zudem die Rückkehr von Sören Bernt an. Nachdem er in der vergangenen Saison verletzungsbedingt, nur einen Teil der Runde bestreiten konnte, ist er wieder fit und bereit, der Mannschaft auf dem Feld zu helfen.

Ebenfalls zurück in Schweinfurt ist Johannes Völker, der nach seinem Studium wieder zur Mannschaft stößt. Nachdem er früher im Tor aktiv war, wird er sich in dieser Saison – ebenso wie sein Bruder – auf den Außenpositionen in das Team einarbeiten. Mit seiner Rückkehr gewinnt der MHV eine weitere flexible Alternative für den Kader.

Eine Vorbereitung mit Höhen und Tiefen

Die Saisonvorbereitung begann mit der Arbeit an den athletischen Grundlagen. In der Körperschmiede Schweinfurt brachte sich die Mannschaft bei intensiven HYROX- und Crossfit-Einheiten körperlich auf Kurs. Anschließend rückte der Ball immer stärker in den Mittelpunkt. Bereits in der Aufstiegssaison angedeutete Spielkonzepte wurden weiterentwickelt, verfeinert und um neue Elemente ergänzt.

Ein wichtiger Baustein war das Trainingslager in Bamberg. Neben intensiven Einheiten auf dem Feld stand dort auch das Zusammenwachsen als Mannschaft im Vordergrund – einschließlich eines gelungenen gemeinsamen Ausklangs bei einem kühlen Getränk.

Ein besonderes Highlight der Vorbereitung war das Spiel gegen die Würzburger Wölfe zur Einweihung der Paul-Maar-Halle. Zum ersten Mal war die neue Schweinfurter Halle bis auf den letzten Platz gefüllt und bot einen stimmungsvollen Rahmen für diesen besonderen Handballabend. Ein großer Dank gilt den Würzburger Wölfen, die den MHV bei der Halleneinweihung großartig unterstützt haben.

Wie wohl viele Amateurmannschaften mussten allerdings auch die Schweinfurter das typische Sommerurlaubsloch überstehen. Die Trainingsbeteiligung war zeitweise überschaubar. In den letzten Einheiten vor dem Saisonstart soll nun möglichst mit vollständigem Kader am Zusammenspiel gearbeitet werden.

Anspruchsvolle Auftaktwochen werden zum Gradmesser

Gleich am ersten Spieltag wartet mit Heidingsfeld ein Gegner, den Trainer Christopher Früh zum Kreis der Top-5-Kandidaten zählt. Auch die darauffolgenden Partien werden früh zeigen, wohin die Reise für den Aufsteiger gehen kann.

Das Potenzial der Mannschaft reicht von einem soliden Platz im Tabellenmittelfeld bis hin zu einer Rolle in der Spitzengruppe. Entscheidend wird sein, wie regelmäßig die Spieler trainieren und mit welchem Einsatz jeder Einzelne zum gemeinsamen Erfolg beiträgt.

Trainer Christopher Früh blickt der neuen Spielzeit mit großer Vorfreude entgegen:

„Wir haben teilweise eine typische BOL-Vorbereitung erlebt – mit Urlaubszeiten und schwankender Beteiligung. Gleichzeitig gab es aber auch Phasen, in denen wir emotional, spielerisch und körperlich auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet haben. Deshalb bin ich sehr gespannt auf unser erstes Spiel gegen einen Top-5-Kandidaten aus Heidingsfeld.“

Bereits in den ersten Spielen sollen sichtbare Veränderungen im Schweinfurter Spielsystem erkennbar werden. Mit einer weiterentwickelten und variableren Spielweise möchte der MHV nicht nur in der Bezirksoberliga bestehen, sondern auch seine Zuschauer begeistern.

Gemeinsam in eine besondere Saison

Ein großer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, der Vorstandschaft, den Spielern und Spielerfrauen sowie den Fans, die den Verein während der Vorbereitung, bei Testspielen und rund um die verschiedenen Veranstaltungen unterstützt haben.

Nun ist alles angerichtet für die Rückkehr in die Bezirksoberliga. Die Mannschaft freut sich auf eine volle Paul-Maar-Halle, lautstarke Unterstützung und eine erfolgreiche gemeinsame Saison 2026/27.

Auf geht’s, MHV!